Hintergrundwissen

Greening of Golf

Sicher stimmen Sie zu, dass die vielen Umweltgeschehnisse, wie z.B. das massive Insektensterben und weltweite Bienensterben, deutlich machen, dass es jetzt auf große Veränderungen und ebenso auf die viele kleine nützlichen Schritte jedes Einzelnen ankommt, um gemeinsam existenzielle Ziele umzusetzen.

Obwohl die deutschen Golfanlagen schon seit Jahrzehnten durch einen kostspieligen Schutz der Natur in vorbildlicher Weise aktiv sind, kann mit unserem neuen weitreichenden ökologischen Konzept, weitere sehr nützliche Verbesserungen für die Natur bewirkt werden. Vor allem dann, wenn ein bemerkenswerter Erfolg des Neuen Golfsport ökologisch ein weitreichendes Umdenken bei Golfern und Nichtgolfern auslöst.

 


Ein Umdenken im ökologischen Sinne betrifft das Thema Naturflächen neben den Spielbahnen.


Werden die Naturflächen neben den Spielbahnen nicht mehr zum Golfspielen genutzt, kehrt man sportlich nicht nur zu den Grundwerten des Golfsport im schottischen Linksland zurück, sondern die Golfanlagen können so deutlich umweltfreundlicher sein. Zudem können die Golfanlagen durch die Verkleinerung der Spielflächen Kosten einsparen, sodass abermals andere umweltschonende Maßnahmen möglich werden.
Stellt man den daraus resultierenden Einschränkung, die sich für den Golfspieler ergeben, die vielen positiven Effekte gegenüber, wundert man sich schon, warum bezüglich der Naturflächen nicht schon viel früher gehandelt wurde. Mit den revolutionären Regeländerungen durch die weltweiten Regelinstanzen R&A und USGA ab 01. Januar 2019, ist endlich eine konsequente Schonung der Naturflächen möglich. Hier wird spürbar, dass auch die schottische Golfanlage R&A St. Andrews dem Umweltschutz zugewandt ist.
Der neue Schutz der Naturflächen lässt nicht nur den Lebensraum von Pflanzen, Insekten und Tieren im wahrsten Sinne des Wortes aufblühen, sondern hat auch spieltechnisch sehr positive Auswirkungen. Es entfällt das lästige Ballsuchen, dass den Spielfluss häufig massiv stört und der Golfsport wird sportlich in seinem Kern, eine Präzessionssportart zu sein, gefördert.


Ein weiteres Umdenken im ökologischen Sinne sollte unbedingt zum Thema „Augusta National Syndrom“ stattfinden.


Das Augusta National Syndrome ist die Erwartung von Golfern, perfekte Bedingung auf einem Golfplatz anzutreffen, so wie es jedes Jahr im Frühjahr, während der Ausstrahlung des bedeutendsten Golfturniers, den Masters, zu sehen ist. Ein Phänomen, welches bereits vor vielen Jahrzehnten den sehr intensiven Einsatz von Wasser und Pestiziden bei der Pflege von Golfplätzen zu Folge hatte. Auch wenn bereits Krankheitsfälle Anfang der 1990 Jahre eine deutliche Verringerung der Pestizide zur Folge hatte, nimmt leider immer noch das Augusta National Syndrom einen großen Einfluss auf die Golfanlagen. So stellen vor allem die sehr hohen Kosten z.B. für die aufwendigen Pflegemaßnahmen des „augusta-artigen“ Golfplatzes ein Problem da, insbesondere wenn der Golfkunde immer stärker eine „Geiz ist geil Mentalität“ lebt.
Mit dem Bekanntmachen von Hintergrundwissen zum ökologischen Golfsport und der resultierenden Einsicht der Golfer, dass eine neue „richtige“ Golfanlage auch öfter einmal braun statt grün sein sollte, wäre dem Golfsport auf der ganzen Welt sehr geholfen.


Das Thema Kosten und Zahlungsbereitschaft verlangt dringend ein weiteres Umdenken.


Das Angebot Golf, mit seinem hohe Gesundheits- und Freizeitwert in Kombination mit einem umweltfreundlichen Golfplatz, kostet den Golfanlagen Jahr für Jahr sehr viel Geld. Eine ökologische Golfanlage bietet nicht nur einen gesunden Natursport mit großem sportlichen, gesundheitlichen und gesellschaftlichen Nutzen, sondern liefert einen wichtigen Lebensraum für Pflanzen, Insekten und Tiere, dessen Bedeutung auch in der Gesellschaft mehr und mehr wertgeschätzt wird.
Hierzu ein praktisches Beispiel: Werden die hohen Kosten von ökologischen Golfanlagen durch zahlreiche Mitgliedschaften und Gastrunden von ökologisch gesinnten Golfspieler gedeckt, können öko-ambitionierte Golfanlagen z.B. die veralteten, pflegeintensiven Gräser durch bessere Gräsersorten, welche deutlich weniger Wasser und Düngemittel benötigen, austauschen.

Das Beispiel macht deutlich, dass ökologische Golfanlagen die von Golfspielern verstärkt wertgeschätzt werden, auch weitere sinnvolle Maßnahmen umsetzen können. Ökologische Grüns haben im übrigen den besonderen Charme, dass die Golfspieler neben den ökologischen Nutzen, von verbesserten Spielbedingungen profitieren.