Platzregeln im Detail

Verhaltensvorschriften:
Regel 1.2b

Um nach dem Konzept „Neuen Golfsport ökologisch“ einen „ökologischen Golfplatz“ zu schonen und die Natur bestmöglich zu achten gelten folgende Verhaltensvorschriften nach Regel 1.2b:

 

Alle Rough- Flächen neben den gemähten Spielflächen (Fairway und Semirough) die nicht markiert sind, dürfen nicht betreten werden.

Das Betreten einer unmarkierten Roughflächen gilt als Verstoß gegen die Verhaltensvorschriften 1.2b und wird mit 2 Strafschlägen belegt.

Die Spielleitung kann bei einem schwerwiegenden Verstoß gegen die Verhaltensvorschrift einen Spieler disqualifizieren. Ein schwerwiegender Verstoß liegt in der Regel vor, wenn die Spielverbotszone wiederholt betreten wird.


Die Verhaltensrichtlinien gelten sowohl für den Spieler als auch für einen möglichen Caddie des Spielers.


Penalty Areas:
Regel 17.1

 

Alle Penalty Areas sind auch Spielverbotszonen.

 

Alle Rough- Flächen neben den gemähten Spielflächen (Fairway und Semirough) die nicht blau oder rot markiert sind, sind Penalty Areas (Regel 17.1) und Spielverbotszonen (Regel 2.4) die nicht betreten werden dürfen (Regel 1.2b).

 

Alle rot markierten Bereiche gelten als Penalty Areas (Regel 17.1). Diese Spielverbotszonen dürfen betreten werden.

 

Befindet sich der Ball in einer Penalty Area bzw. ist es bekannt oder es ist so gut wie sicher, dann muss Erleichterung mit 1 Strafschlag nach Regel 17.1d genommen werden.

 

Bei der Regel Penalty Areas stehen 3 Erleichterungsmöglichkeiten zur Verfügung:

(1) Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust
(2) Erleichterung auf der Linie zurück
(3) Seitliche Erleichterung zwei Schlägerlängen


Kleinere Rough- Stellen, wie beispielsweise Rough, welches einen einzelnen Baum oder großen Stein umrahmt und kein Teil einer Rough- Fläche ist, gelten nicht als Penalty Area und Spielverbotszone.

Ein Ball befindet sich u.a. in einer Penalty Area, wenn er zum Teil in dieser liegt (Regel 17.1a).

Die Schnittkante der gemähten Spielflächen (Fairway oder Semirough) zur Rough- Fläche oder die roten Markierungen gelten als Grenze der Penalty Area. Die roten Markierungen haben stets Vorrang.

Bei strittigen Fällen im Zählspiel gilt Regel 20.1c (3) (Strittige Regelfälle im Zählspiel).


Spielverbotszonen
Regel 2.4

Alle Roughflächen und alle rot sowie blau markierten Bereiche sind Spielverbotszonen.

 

 

Ist der Ball in einer Spielverbotszone muss entweder Erleichterung mit einem Strafschlag nach Regel 17.1d Penalty Area in Anspruch genommen werden oder bei blau markierten Bereichen muss nach Regel 16 straflose Erleichterung in Anspruch genommen werden.

Alle rot markierten Bereiche sind geschützte Naturflächen und gelten als Spielverbotszonen, die jedoch betreten werden dürfen.

Ebenso gelten alle blau markierten Bereiche als Spielverbotszonen, die ebenfalls betreten werden dürfen.


Darüber hinaus sind alle nicht markierten Rough- Flächen neben den gemähten Spielflächen, wie Fairway und Semirough, besonders geschützte Naturflächen und gelten als Spielverbotszonen die zusätzlich auch nicht betreten werden dürfen.

Kleinere Rough- Stellen, wie beispielsweise Rough, welches einen einzelnen Baum oder großen Stein umrahmt und kein Teil einer Rough-Fläche sind, gelten nicht als Spielverbotszonen.

Die Schnittkante der gemähten Spielflächen zur Rough- Fläche oder die roten bzw. blauen Markierungen gelten als Grenzen der Spielverbotszonen. Die roten bzw. blauen Markierungen haben stets Vorrang.

Ein Ball befindet sich u.a. in einer Spielverbotszone, wenn er zum Teil in dieser liegt.

Bei strittigen Fällen im Zählspiel gilt Regel 20.1c (3), (Strittige Regelfälle im Zählspiel).

Hinweis: Die seit 1.1.2019 gültige neue Golfregel 2.4  „Spielverbotszone“ dient, laut Definition der offiziellen Golfregeln R&A und USGA, u.a. zum Schutz der Tierwelt und zum Schutz der Spieler.


Beeinträchtigung durch Spielverbotszonen
Regel 16.1f

Ist der Ball außerhalb einer Spielverbotszone, aber eine Spielverbotszone beeinträchtigt den beabsichtigten Stand oder Schwung des Spielers, muss straflose Erleichterung nach Regel 16.1 in Anspruch genommen werden.
Spielt der Spieler den Ball ohne Erleichterung in Anspruch zu nehmen, ist nach Regel 14.7 „Spielen vom falschen Ort“ zu verfahren.


Spielen vom falschen Ort
Regel 14.7

Hat ein Spieler einen Ball in der Spielverbotszone gespielt, oder einen Ball neben der Spielverbotszone gespielt, jedoch dabei mit Beeinträchtigung der Spielverbotszone von Stand oder Schwung, so ist dies „Spielen vom falschen Ort“. Jeder Schlag vom falschen Ort zählt und es gilt die Grundstrafe von 2 Strafschlägen bzw. Lochverlust nach Regel 14.7, jedoch keine weitere Strafe nach Regel 1.2b, entsprechend der Regel 1.3c (4).

Hat ein Spieler in der Spielverbotszone gespielt, gilt dies als schwerwiegender Verstoß gegen die Regel „Spielen vom falschen Ort“ und der Spieler muss nach Regel 14.7b seinen Fehler berichtigen und außerhalb der Spielverbotszone/ rote Penalty Area nach Regel 17.1 Erleichterung mit einem Strafschlag in Anspruch nehmen. Nach Regel 14.7b (2) muss der Spieler vor Abgabe der Scorekarte die Tatsachen zur Berichtigung des Fehlers mitteilen. Teilt der Spieler die Tatsachen der Spielleitung nicht mit, ist er disqualifiziert.

Hat ein Spieler neben der Spielverbotszone gespielt, jedoch dabei mit Beeinträchtigung der Spielverbotszone von Stand oder Schwung, gilt dies als kein schwerwiegender Verstoß gegen die Regel „Spielen vom falschen Ort“ und der Spieler muss nach Regel 14.7b das Loch mit dem vom falschen Ort gespielten Ball zu Ende spielen, ohne den Fehler zu berichtigen.


Provisorischer Ball
Regel 18.3

Besteht einzig der Verdacht, dass der gespielte Ball in einer Penalty Area gelandet ist, so ist das Spielen eines provisorischen Ball nicht zulässig, siehe Regel 18.3a.
Ein solcher nicht zulässiger Ball wird nach Regel 18.1.mit Strafe von Schlag und Distanzverlust zum Ball im Spiel des Spielers.


Ungewöhnliche Platzverhältnisse
Regel 16.1

Alle blau markierten Bereiche sind ungewöhnliche Platzverhältnisse und gleichzeitig auch Spielverbotszonen, die jedoch betreten werden dürfen.


Es muss entsprechend Regel 16.1f straflose Erleichterung nach Regel 16.1b oder 16.1e in Anspruch genommen werden.

Befindet sich der Ball im blau markierten Bereich, bzw. liegt eine Beeinträchtigung vor, dann muss straflose Erleichterung nach Regel 16.1b genommen werden. Hierzu ist wie folgt zu droppen:


- Bezugspunkt ermitteln (nächstgelegene Punkt vollständiger Erleichterung im Gelände ermitteln)

 

- Erleichterungsbereich festlegen (eine Schlägerlänge vom Bezugspunkt, im Gelände, nicht näher zum Loch als Bezugspunkt und mit vollständiger Erleichterung vom Umstand)

 

 

 


Wird der Ball im blau markierten Bereich nicht gefunden, aber es ist bekannt oder so gut wie sicher, dass er dort liegt, dann muss straflose Erleichterung entsprechend Regel 16.1e nach Regel 16.1b genommen werden.

 

Hierzu ist wie folgt zu droppen:


- Bezugspunkt ermitteln (Punkt an dem der Ball zuletzt die blaue Grenze gekreuzt hat schätzen)
- Erleichterungsbereich festlegen (eine Schlägerlänge vom Bezugspunkt, im Gelände, nicht näher zum Loch als Bezugspunkt und mit vollständiger Erleichterung vom Umstand)


Aus
Regel 18.2

Aus wird durch weiße Pfähle, Zäune oder weiße Linien gekennzeichnet. Sofern weiße Linien die Platzgrenze kennzeichnen, haben diese Vorrang.

Übungsflächen sind im „Aus“.


Strittige Regelfälle im Zählspiel
Regel 20.1 c (3)

Ein Spieler, der beim Spielen eines Lochs im Zweifel über die richtige Vorgehensweise ist, darf nach Regel 20.1 c (3) das Loch straflos mit zwei Bällen zu Ende spielen.
Der Spieler muss den Sachverhalt der Spielleitung mitteilen, bevor er seine Scorekarte einreicht. Der Spieler ist disqualifiziert, wenn er dies unterlässt.